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"Gustav Klimt"

 

Multimedia-Vortrag von Volker Nemitz

 

Kaum ein anderer Maler seiner Zeit ist wieder so präsent wie Gustav Klimt.

1862 in das Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts hinein geboren und 1918 am Ende des Ersten Weltkrieges gestorben, umfasst sein Leben eine Epoche, die als das Fin de Siècle in die Geschichtsbücher einging und in der sich der Umbruch von der Monarchie zur Republik vollzog.

Auch in der Kunst spiegelte sich der dramatische gesellschaftliche Wandel.Die Kunst der Jahrhundertwende in Wien reagiert auf die Verknöcherung der Donaumonarchie, auf die nationalistischen Massenbewegungen und auf die Modernisierung und Technisierung der Lebensverhältnisse.

Es kam zu einem ästhetischen Aufbruch, der sich in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts gegen Klassizismus, Neuromantik und auch gegen den Realismus richtete.

Was entstand, sollte nicht nur dem Zeitgefühl entsprechen, sondern zugleich auch schön sein; schön bis zur Gefälligkeit und zugleich brauchbar als Dekoration.

Der Jugendstil wurde geboren. Diese Ära ist in Wien mit Künstlern, Architekten, Literaten und Komponisten wie Kolo Moser, Josef Hoffmann, Hugo von Hofmansthal, Rainer Maria Rilke und Gustav Mahler verbunden. Und eben auch mit Gustav Klimt, der als der Hauptvertreter des Wiener Jugendstils gilt.


 

Volker Nemitz erzählt die Geschichte des Malers und bietet eine reich bebilderte Übersicht über das Werk Gustav Klimts, seine Malweise, die verschiedenen Perioden seiner Malerei seine bevorzugten Motive und die Stätten seines Wirkens in Wien. Die wichtigsten Werke des Künstlers werden interpretiert.

 

Volker Nemitz gibt mit seinen Ausführungen gleichzeitig eine umfassende Einführung in die aktuelle Klimt-Ausstellung in Halle.

 

Nemitz lebt in Delligsen und hat bis 2010 am Alfelder Gymnasium als Oberstudienrat Kunst unterrichtet.