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Historie

Seit der Gründung hat sich der Verein wie folgt entwickelt :


1985
Zehn künstlerisch tätige Frauen und Männer aus Bad Gandersheim trafen sich ab November 1985 auf Heidrun Hesses Anregung mehrmals im damaligen  „Römischer Kaiser“, um sich gegenseitig auszutauschen. Sie berichteten von sich und ihren Arbeiten und zeigten gegenseitig die Ergebnisse ihres „Kunstschaffens“, die sie meist als Hobby betrieben.

 

Es waren Arbeiten aus Holz und Keramik, Stoffkollagen, Marionetten, sowie Scherenschnitte, Linolschnitte, Zeichnungen, Aquarelle und Öl-Gemälde . Nach einem Jahr, am 24. Oktober 1986, wurde dann ein formeller Verein gegründet, der ins Vereinsregister (e.V.) eingetragen wurde und die Gemeinnützigkeit erlangte.


1986-1988
Bernd Löning betrieb ein Atelier im Sommerschloss in Brunshausen und so verlagerte sich der Schwerpunkt der Gruppe dorthin. In leer stehenden Räumen im ersten Obergeschoss fanden dann im Mai und Juni 1986 die ersten Gemeinschaftsausstellungen statt, die ca. 900 Besucher anlockten. In diese Zeit fällt auch die oben erwähnte Vereinsgründung.

 

1987 folgte nach weiteren Ausstellungen externer Künstler eine große Ausstellung im Rathaussaal parallel zu den XXIX. Domfestspielen. Das etablierte die Künstler aus Bad Gandersheim auch in der Öffentlichkeit. Folgerichtig kam es zur offiziellen Gründung des Vereins „Kunstkreis Kloster Brunshausen e.V.“, der den Eintrag ins Vereinsregister erreichte und dem die Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde. Erster Vorsitzender wurde Fiedrich-Karl Illie, der das Amt bis 1997 inne hatte.

1988-1991
Der Kreis der Mitglieder und Künstler des Kunstkreises erweiterte sich über die Stadtgrenzen hinaus. So ist es den Aktivitäten und Kontakten Christa Reichs aus Alfeld und Maria Strauchs aus Bad Gandersheim zu verdanken, dass ein guter Kontakt zur Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig aufgebaut wurde. Damit begannen Ausstellungsreihen mit Arbeiten von Kunststudenten, insbesondere Schülern von Professor Malte Sartorius.

1992-1993
In dieser Zeit standen die Räume wegen Umbauten, Sanierungen und Restaurierungen des Sommerschlosses in der Klosteranlage nicht zur Verfügung. In der schon fertig restaurierten Klosterkirche konnten aber dennoch Ausstellungen stattfinden.

1993-1997
Im Sommer 1993 konnte der Kunstkreis seine neuen, großzügigen Räume im Erdgeschoss beziehen, die jetzt noch das Ambiente bestimmen. Einen der Räume hat der Kunstkreis seither als Atelierraum an einen Künstler oder eine Künstlerin vermietet. Dort werden seitdem in unregelmäßigen Abständen Kurse abgehalten.


Mit der Restaurierung der Klosteranlage durch das Land Niedersachsen und Übergabe an die Stadt wurde Bad Gandersheim die Einrichtung und der Erhalt eines Kulturzentrums auferlegt. Zeitweilig war der KKB dort der einzige Anbieter kultureller Aktivitäten. Bis 2009 erfolgte daher die Förderung des Kunstkreises durch die Stadt Bad Gandersheim durch Erstattung der Mietkosten.


In diesen Jahren erfolgten jährlich 6 bis 7 Ausstellungen sowohl lokaler als auch auswärtiger Künstlerinnen und Künstler. Für einige (Meister-)Schüler der Hochschule für Bildende Künste (HBK) waren diese Ausstellungen Sprungbrett zum überregionalen Erfolg. Christa Reich  hatte zeitweilig eine kleine Druckwerkstatt eingerichtet und so konnte die Entstehung von Druckwerken hautnah erlebt werden.

1997-2007
Nach dem altersbedingten Rücktritt Friedrich-Karl Illies setzte der Kunstkreis unter dem neuen 1.Vorsitzenden Horst Röse und dem 2.Vorsitzenden Wolfgang Martini seine Arbeit erfolgreich fort. Die regelmäßigen Kontakte zur HBK ermöglichten zahlreiche hochwertige Ausstellungen. Wolfgang Martini hat seinerzeit mehrfach Fördermittel eingeworben.

 

Das ermöglichte zum Beispiel im Sommer 2oo3 die Ausstellungsserie „Junge Kunst in alten Mauern“, in der mit einwöchiger Umbaupause vier Studentinnen und Studenten der HBK je vier Wochen lang ihre Werke zeigten und zu der ein Katalog aufgelegt wurde. Auch Andrea Rauschs fantasiereiche Bildererzählung „Meine Erlebnisse auf dem Fliegenplaneten“ wurde so verlegt.


Aber auch der Kontakt zu heimischen Kunstinteressierten und Kunstschaffenden wurde dadurch gepflegt und aufrechterhalten, dass der Kreisvolkshochschule die Räume als Teil ihrer Sommerakademie zur Verfügung gestellt wurden. Im Jahre 2001 wurde das 15-jährige Bestehen mit einer großen Gemeinschafts-Ausstellung mit gesponsortem Katalog und einer Feier begangen.

2008-2009
Nach den altersbedingten Rücktritten Horst Röses und Wolfgang Martinis planten die neuen Vorstände eine Neu- und Umorientierung, während der bisherige, etablierte Ausstellungsbetrieb weiterlief. Der Neukonzeption entsprechend fanden (erste) Fahrten zu Ausstellungen unter anderem in Frankfurt/Main statt und wurden die Stadt Bad Gandersheim und die Region stärker in die Kunstkreisaktivitäten eingebunden, etwa durch eine Ausstellung "50 Jahre Domfestspiele". Trotzdem führten heftige Diskussionen und kontroverse Ansichten über das geplante Gesamtkonzept letztendlich zweimal zur Selbstauflösung des gewählten Vorstandes.

 

seit 2010
Unter seinem neuen Vorstand mit Dr. Joachim Hesse als Vorsitzendem setzt der Kunstkreis die gute Arbeit der letzten Jahrzehnte fort und freut sich durch eine Öffnung im Sinne der vorjährigen Überlegungen weitere Kunstinteressierte und Kunstschaffende durch neue Angebote zu erreichen. Dieses Konzept enthält neben traditionellen Ausstellungen Workshops, Vorträge und Ausstellungsbesuche.


Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens würdigte der Kunstkreis am 17. Juli 2010 ehemals ausstellende Künstler mit einer großen Retrospektive ihrer damaligen Plakate. Auf Grund einer Anfrage und ihrer Verbundenheit mit dem Kunstkreis stellten 43 Künstlerinnen und Künstler aktuelle Werke für die Jubiläumsausstellung zur Verfügung und nahmen an der Feier teil.