Klaus Müller
Ein Künstler aus Lutter am Barenberge
zeigt seine Werke unter dem Titel
"Der ausgesparte Mensch"
Ein Blick auf das Alltägliche. Auch unscheinbare Dinge können schön sein. Auch Gewöhnliches kann besonders sein - wenn man es genau betrachtet.
So sind es die filigranen Zeichnungen, die ihre im Grund allgegenwärtigen, beinahe banale Motive - beispielsweise Jägerhochsitze, Reifenstapel, Stacheldrahtzäune oder Bäume an Feldwegen - aus ihrer Gewöhnlichkeit herausheben.
Motive, die gern übersehen werden und nun mit zeichnerischen Mitteln dargestellt werden.
Durch die Abstraktion des Monochromen und der präzisen detaillierten Linienführung bekommen die Zeichnungen ihren Charakter. Werden durch die Hand des Künstlers zu etwas Bemerkenswertem, Besonderem.
Mann sucht auf den Bildern vergebens nach Menschen - dennoch sind es Bilder von Menschen, denn ihre Anwesenheit, sei es in früherer Zeit oder gegenwärtig, ist immer zu erahnen. Etwa in einem Weidezaun aus Stacheldrahtresten. Oder auf dem Waldweg, den sicher auch andere Spaziergänger als der Zeichner benutzen.
Diese Arbeiten sind nichts für hastige Augen. Vielmehr laden die Zeichnungen zum Verweilen ein.