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Aus der Serie 'Plakate'

Am Mittwoch, den 2. III. 11 um 19:30 Uhr hat Herr Claus Schrader den dritten Vortrag seiner Reihe Plakate als Mittel zur Werbung und Agitatition in den Räumen des Kunstkreises gehalten.

 

"Geartete Kunst"
In der jüngeren Kunstgeschichte haben der von der nationalsozialistischen ‚Reichskulturkammer’ geprägte Begriff „Entartete Kunst“ und die hierauf basierenden Diffamierungen der Künstler bis hin zur Vernichtung ihrer Werke, längst Fuß gefasst und sind entsprechend publiziert worden.

 

Der aus der Rassenideologie der Nationalsozialisten entlehnte Ausdruck „Entartet“ bezog sich  wie man wohl weiß in erster Linie auf die Künstler der sogenannten ‚Klassischen Moderne’, wobei sowohl Arten der formalen Darstellung als auch auf der anderen Seite systematische Inhalte dieser Verfolgung zum Opfer fielen. Infolgedessen emigrierten viele der Betroffenen, andere blieben weiter in Deutschland, belegt mit Ausstellungsverboten. Was war denn nun anerkannt als ‚Kunst’ im Sinne der Reichskulturkammer unter der Leitung von Goebbels?


Dieser Frage will Claus Schrader in seinem Vortrag im Gespräch mit den Besuchern auf den Grund gehen. Wie musste im Sinne der Herrschenden ‚Kunst’ beschaffen sein, welche Stilrichtungen, welche Inhalte bzw. Themen waren opportun, inwieweit konnten und wurden bildende Künstler geduldet oder sogar gefördert, wenn sie den Richtlinien der damaligen Kulturpolitik entsprachen? Was ist die in plausibler Verkehrung „Geartete Kunst“ ?


Anhand ausgewählter, repräsentativer Kunstwerke soll versucht werden, diese Frage zu beantworten und damit auf mögliche Funktionen von bildender Kunst unter bestimmten politischen Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht werden.